Tränenreicher Abschied an der DBS

(an) Eine Ära geht zu Ende, nach über 30 Dienstjahren an der Dietrich- Bonhoeffer- Schule in Heidelsheim wurden Sonja Reichelt und Bernhard Bannholzer am letzten Schultag in den Ruhestand versetzt. Klaus Schneider skizzierte als jahrelanger Wegbegleiter, verschiedene Stationen aus dem gemeinsamen Lebenswerk. Angefangen beim preisgekrönten Bonhoefferprojekt, welches er mit Sonja Reichelt gestaltete und das bis heute eine nachhaltige Wirkung auf das Schulleben hat. Die Stunden, Tage und Monate die Schneider zusammen mit Reichelt in den Kompetenzanalysen verbrachte, um daraufhin festzustellen, dass „das Grandiose an der Kompetenzanalyse war, dass wir schon vorher wussten, was hinterher herauskommt.“

Die Viertklässler sangen ihrer Klassenlehrerin eine Hommage auf Englisch. Schulausflüge, Projekte, Zahlen-Ass, Känguru- Wettbewerber und Handarbeitsfrau, das alles zeichnete die Lehrerin aus, die sich engagiert ins Schulleben einbrachte; mit dem Bonhoefferzitat: „Es gibt nichts Größeres, als dass ein Mensch für andere ein Segen ist.“, wurde Sonja Reichelt verabschiedet.

Als die Kinder der zweite Klasse zum Lied anstimmten „ein Volltreffer Bernhard bis duuuhu…“ kullerten nicht die ersten Tränen an diesem Mittag und auch nicht die letzten. Bannholzer, ein ausgewiesener Hauptschullehrer, der sich aufopferungsvoll um alle seine Schüler und Schülerinnen kümmerte, nahm nach dem Auslaufen der Werkrealschule in seinen letzten zwei Jahren, seine letzte schulische Herausforderung an und übernahm, nach dem er eine neunte abgegeben hatte, eine erste Klasse und brachte den Kindern lesen, schreiben und rechnen bei.

40 Jahre war Bannholzer, fast vom ersten Tag seiner Lehrerzeit an, Vertrauenslehrer und leitete 30 Jahre in Heidelsheim die SMV, immer ein offenes Ohr für alle Belange, ein freundliches Wort. Mit Herz und Hand, Leib und Seele vertrat er empathisch seine Schützlinge. Zuverlässig, großzügig und engagiert, so beschrieb ihn Kollegin Petra Porsch in ihrer Laudatio. Bannholzer brachte sich außerordentlich ins Schulleben ein, unterstützte die Partnerschaft nach Voltera indem er mit Schulklassen dort hinfuhr, außergewöhnliche Arbeitsgemeinschaften, wie die Foto- AG in der Grundschule bereicherten den Schulalltag. Auch sein außerordentliches Engagement in der Relifachschaft waren ein Alleinstellungsmerkmal. Gottesdienste vorbereiten, Besinnungen die im religiösen Kalender verhaftet waren, die Passion für Kinder trugen zum Profil der Schule ebenso bei, wie seine Aktionen bei Schulfesten.

Als einer seiner Schüler einmal gefragt wurde, von welcher Schule er käme, antwortete dieser „von der Bannholzer Schule“, das ist bezeichnend für einen großartigen Pädagogen der Generationen von Kindern geprägt hat. Zahlreiche ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Elternvertreter und Schülerinnen und Schüler kamen zum Abschied der beiden Neupensionäre die am Ende per Urkunde von Schulleiterin Maja Ronellenfitsch in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden.